Sichere Geldanlage

Geld sicher anlegen – Sicherheit ist eine wichtige Seite der Kapitalanlage

In Zeiten von Insolvenzen sehr großer Investmentbanken, wie der US-amerikanischen Lehman Brothers 2008 fragen sich heute immer noch viele Anleger wo sie sicher investieren können. Beachtet man die Grundregeln und versteht man das Produkt, in welches man investiert, dann ist es aber auch heute möglich sein Kapital sicher zu investieren trotz des Augenblicks einer globalen Finanzmarktkrise, Vertrauensverluste in die Finanzbranche sowie in Zeiten niedriger Zinsen und drohender Staatbankrote in Südeuropa.
Es gibt verschiedenen Anlagemöglichkeiten und diese haben bezüglich der Risikorate unterschiedliche Einstufungen. In der Finanzkrise können Sachwerte wie Aktien, Gold, Immobilien oder Waldflächen, Ackerland oder Rohstoffe das Vermögen vor Verlust und Inflation schützen. Sie werden von Banken und Beratern als sichere Geldanlage empfohlen. Allerdings sollten Sie auch hier die Risiken kennen. Aber nicht nur die Geldanlagen selber bergen einen Risikofaktor, auch das Verhalten des Investors selber spielt eine große Rolle. Mit einigen beherzten Grundregeln und Tipps lässt sich das ein oder andere Verlustrisiko reduzieren.

Nachfolgend stellen wir einige Anlageformen vor und bewerten Sie hinsichtlich des Risikos:

Gold

Das Edelmetall gilt seit Jahrhunderten als sichere Geldanlage und Zahlungsmittel. Gold wird niemals vollkommen wertlos sein, auch wenn der Goldkurs durchaus seine Schwankungen hat. Dennoch gibt es einige Besonderheiten zu beachten, wenn man in in das Edelmetall Gold investieren möchte. Zum einen wird der Goldpreis international in US-Dollar angegeben. Daher ist auch stets der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar beim Kauf und Verkauf zu beachten. Beim Kauf von Gold wird keine Mehrwertsteuer erhoben. Allerdings findet auch keine Verzinsung des Wertes statt. Daher ist Gold zum Vermögensaufbau eigentlich nicht geeignet. Es ist besser in Münzen oder Barren zu investieren als in Papiergold, d.h. Zertifikate und ETC. Sie bilden nur die Entwicklung des Goldpreises ab und es handelt sich um Schuldverschreibungen. Geht zum Beispiel der Herausgeber der Zertifikate pleite, dann sind Sie als Anleger nicht geschützt.

Der Goldhandel findet zudem nur selten zu tagesaktuellen Preisen statt, da fast jede Bank noch zusätzliche Gebühren und Aufschläge erhebt. Bis sich diese Mehrkosten anhand der Wertsteigerung von Gold ausgeglichen haben, dauert es eine gewisse Zeit. Erst dann hat man die Möglichkeit das Edelmetall mit Gewinn bzw. ohne Verluste wieder zu veräußern. Um die Investitionskosten so gering wie möglich zu halten und das Risiko zu minimieren zu einem schlechten Kurs einzukaufen, eignet sich ein Gold-Sparplan. Hier wird beispielsweise monatlich ein festgelegter Betrag in den Goldankauf gesteckt. Durch diese regelmäßige Investition profitiert man vom Cost-Average-Effekt, also den Durchschnittskosten. Eine Alternative zum Kauf physischen Goldes können beispielsweise die Investition in Goldminenaktien oder Derivate sein. In diesem Fall schließt man zusätzliche Lagerungskosten für das Gold aus.

Sparbriefe

Sparbriefe bieten die Möglichkeit nahezu risikolos über mehrere Jahre hinweg sein Geld zu einem festen Zinssatz anzulegen. Beim Kauf erhält der Anleger eine Urkunde, die den Nennwert, Zinssatz, Art der Verzinsung und als auch das Datum der Rückzahlung enthält. Dabei kann der Anleger zwischen einem aufgezinstem und abgezinstem Sparbrief entscheiden. Wer sich für den aufgezinsten Sparbrief entscheidet, kauft diesem zum Nennwert und die Rückzahlung erfolgt nebst Zinsen. Im Gegenteil dazu werden abgezinste Sparbriefe zum Preis des Nennwertes minus der Zinsen eingekauft. Die spätere Auszahlung erfolgt zum Nennwert. Zinsen können wahlweise jährlich oder thesaurierend ausgezahlt werden. Bei den zu erwartenden Zinserträgen gilt: Je länger die Laufzeit des Sparbriefs umso besser ist der Zinssatz. Allerdings bietet jede Bank ihre eigenen Konditionen, weswegen sich ein Vergleich vor dem Kauf durchaus lohnt. Es ist zu beachten, dass man mit dem Kauf von Sparbriefen über einen festen Zeitraum sein Geld fest angelegt hat. Sparbriefe sind unkündbar und ebenso wenig an der Börse handelbar, aber im vollen Umfang beleihbar. So hat man die Möglichkeit auch vor Ablauf der Zeit wieder an sein Geld zu kommen.

Anleihen und Anleihenfonds

Anleihen sind Schuldverschreibungen. Besonders bekannt sind beispielsweise Bundesanleihen oder Euro-Staatsanleihen. Die Laufzeit der Anleihen liegt meistens zwischen 10 und 30 Jahren. Anleihen werden an der Börse gehandelt. Der Käufer erhält jährliche Zinsvergütungen. Neben den Schuldverschreibungen einzelner Staaten bzw. Staatengemeinschaften werden Anleihen auch von großen Unternehmen ausgegeben oder beziehen sich auf einzelne Währungen. Wandelanleihen stellen eine besondere Form dar. Innerhalb einer Wandlungsfrist hat der Inhaber Zeit seine Anleihe in Aktien umzuwandeln. Das Tauschverhältnis steht bereits beim Kauf fest, ebenso wie die Verzinsung. Genussscheine sind als eine Mischform von Aktie und Anleihe zu verstehen. Der Inhaber hat das Recht auf eine Gewinnbeteiligung des Unternehmens, aber kein Stimmrecht oder die Möglichkeit an der Hauptversammlung teilzunehmen. Wer Anleihen besitzt, erhält tagesgenaue Verzinsungen. Ab dem Kaufdatum bis zum Verkaufstag hat der Inhaber Anrecht auf die Zinserträge.
Beim Kauf von Anleihen ist jedoch zu beachten, dass zwar die Bonität von Staaten, Unternehmen usw. von Rating-Agenturen ermittelt werden, diese aber dennoch ein Restrisiko für das angelegte Vermögen darstellen. Anleihen fallen nicht unter die Einlagensicherung und ein Ermittlentrisiko besteht ebenfalls.

Immobilien und (offene) Immobilienfonds

Immobilien sind nach wie vor eine der sichersten Geldanlagemöglichkeiten. Schon mit einem Eigenkapital von 20% erhält der Anleger interessante Konditionen für das Baugeld. Durch den gleichbleibenden Realwert einer genutzten Immobilie stellt die Investition eine solide Altersvorsorge dar und bietet einen herausragenden Inflationsschutz. Eine Alternative zum Erwerb einer Immobilie zur Eigennutzung kann das Kapital auch in Immobilienfonds oder REITS investiert werden. Ein Fonds bündelt das Kapital mehrere Anleger um dieses in Bauprojekte zu investieren. Hier stehen offene und geschlossene Immobilienfonds zur Auswahl. Die geschlossenen Fonds stellen die unsicherste Variante dar, weil diese die Investitionen lediglich für ein großes Bauprojekt wie beispielsweise Einkaufszentren oder Hochhäuser.

Im Gegenzug zu geschlossenen Immobilienfonds bieten offene eine höhere Sicherheit des eigenen Kapitals. Als juristische Feinheit ist zu beachten, dass die Fondgesellschaft als alleiniger Eigentümer der Immobilie in das Grundbuch eingetragen wird. Bereits mit einer Einmaleinlage von oftmals lediglich EUR 50,- können bereits Fonds erworben werden. Alternativ kann dieser auch über einen Sparplan mit monatlichen Beiträgen gekauft werden. Fondanteile können auch an der Börse täglich gehandelt werden. Das angelegte Kapital wird in verschiedene Bauprojekte investiert und ein Teil als Barbestand gehalten, damit man auch Marktentwicklungen reagieren und auch in weitere Projekte investieren kann. So besteht eine hohe Risikostreuung, die dem Anleger größere Sicherheit gibt. Zudem legt der Fondanbieter schriftlich einen Rücknahmekurs fest. Zu diesen Konditionen können Fondanteile zu jeder Zeit zurückgegeben werden. REITS (Real Estate Investment Trust) sind Kapitalgesellschaften, welche hauptsächlich das Kapital in Immobilien investiert. Anleger vertrauen ihr Geld diesen REITS an und diese schütten einen Großteil der Gewinne als Dividenden an die Anleger aus.

Offene Investmentfonds

Eine Investmentgesellschaft kann Fonds gründen und deren Anteile in beliebiger Höhe anbieten. Das Kapital mehrerer Anleger wird gesammelt und mit Hilfe von Anteilscheinen bestätigt. Das Kapital der Fonds wird beispielsweise in Aktien, Immobilien oder festverzinste Wertpapiere. Für gewöhnlich werden die Anteile an der Börse gehandelt. Bei einigen Banken ist es nicht nur möglich per Einmaleinlagen Anteile zu erwerben, sondern auch mit monatlichen Beträgen. Ein offener Investmentfonds unterscheidet sich gegenüber einem geschlossenem dahingehend, dass das Grundgesetzt der Risikomischung angewendet wird. Dies bedeutet, dass das Kapital nicht ausschließlich in eine Aktie investiert wird. Zudem erfolgt die Investition nach festgelegten Anlageprinzipien. Aufgrund dieser Vorgehensweisen wird das Anlagerisiko reduziert. Durch die Beteiligung am Investmentfond hat der Kapitalgeber Anrecht am Gewinn beteiligt zu werden. Ebenso ist die Anteilsrückgabe möglich zum jeweiligen Rücknahmepreis. Der Wert des Anteils wird ermittelt, indem der Wert des gesamten Fondsvermögens durch die Anzahl der vergebenen Anteile geteilt. Das Fondvermögen wird als Sondervermögen verwaltet und grenzt sich von dem Vermögen der Kapitalgesellschaft ab. Dadurch bleibt auch im Falle einer Insolvenz des Investmentunternehmens das Fondvermögen erhalten.

Tipps und Tricks für Ihre sichere Geldanlage

100prozentige Sicherheit kann im Grunde keine Anlageform garantieren. Aber dennoch lassen sich mit manchen Tipps die Verlustrisiken noch weiter minimieren.

  • Sich nie von Gier oder Angst leiten lassen: Sowohl die Gier nach Reichtum als auch die unbändige Angst vor Vermögensverlusten sind schlechte Berater um Entscheidungen zu treffen.
  • Informationen aus unabhängigen Quellen beziehen: Am besten man zieht mehrere unabhängige Quellen zu Rate, bevor man sich für die eine oder andere Anlageform entscheidet.
  • Anlagen breit streuen: Man sollte sich nicht nur auf eine Anlageform beschränken, sondern das Vermögen auf mehrere verteilen.
  • Ebenso sollte man Aktien und Anleihen etc. breit streuen.
  • Keine Panik bei Verlusten: Sollte es doch mal zu Verlusten kommen, ist Panik zu vermeiden.
  • Unter Stress fällt man die schlechtesten Entscheidungen. Zudem erholt sich ein gut aufgestelltes Portfolio für gewöhnlich auch wieder.
  • In Altersvorsorge investieren: Dieser Punkt sollte unbedingt beachtet werden. Die gesetzliche Rente wird für die Erhaltung de Lebensstandards im Alter nicht ausreichen.
  • Nicht nur Gold ist interessant: Auch andere Edelmetalle wie Platin oder Silber können lohnende Investitionen sein. Experten raten allerdings dazu nicht mehr als 10% des Vermögens in Edelmetalle zu investieren.
  • Aktienfonds statt aktiv gemanagte Fonds: Der Erfolg eines aktiv gemanagten Fonds hängt zu sehr vom Können des Fondmanagers ab

Professionelle Beratung

Hier ist oft guter Rat teuer. Soll man alles selber managen oder sich einen Berater zur Seite stellen? Tatsache ist, dass nicht jeder Berater für den Kunden arbeitet. Vielfach wird das verkauft, was dem Berater die höchste Provision einbringt. Trotz dessen sollte man sich von einem Finanzexperten beraten lassen – nur die letzte Entscheidung selber fällen. Blindes Vertrauen ist fehl am Platz. Eigene Recherche sollte mit dem Berater ein Team bilden und zur Entscheidungsfindung beitragen.

Vergleichen Sie mehrere Geldanlage Möglichkeiten und informieren Sie sich über die Anlageformen bezüglich Rendite, Verfügbarkeit und Sicherheit.

Sichere Geldanlage mit hohen Zinsen

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